December 2014


Europäischer Radiologenkongress in Wien (ECR 2015) setzt neue Standards.

Wien, 18. Dezember, 2014 (ESR) – Wie jedes Jahr werden auch im März 2015 wieder die neuesten Erkenntnisse und Trends der medizinischen Bildgebung am 27. European Congress of Radiology (ECR) im Wiener Austria Center präsentiert. Zum zehnjährigen Bestehen der European Society of Radiology (ESR) werden über 20.000 TeilnehmerInnen aus mehr als 100 Ländern erwartet.

Als etabliertes Treffen für SpezialistInnen aller radiologischen Disziplinen, bietet der ECR 2015 ein noch umfangreicheres Programm, um den steigenden Ansprüchen der Disziplin und der hohen Nachfrage an exzellenter Aus- und Fortbildung gerecht zu werden. Einen Blick in die Zukunft der Radiologie gewähren unter anderem die New Horizons Vorträge, die sich 2015 mit den Themen bildgebungsgesteuerte Interventionen an der Prostata, umfassende personalisierte Bildgebung bei Herz-Lungen Erkrankungen und optische molekulare Bildgebung befassen.

Darüber hinaus bietet der ECR 2015 unter anderem drei State of the Art Symposien, neun Professional Challenges Sessions, 16 Special Focus Sessions, 72 Auffrischungskurse und drei multidisziplinäre Sessions, in denen RadiologInnen, OnkologInnen, HämatologInnen und ChirurgInnen sich mit der gemeinsamen Behandlung von KrebspatientInnen auseinandersetzen.

Innovationen waren von Anfang an ein Grundpfeiler des ECR, ein Trend, der 2015 mit der Einführung des Online Votings für die „Best Paper Awards“ nach jedem Vortrag fortgesetzt wird.

Mit der Neustrukturierung des Ausbildungsprogrammes wird versucht, den TeilnehmerInnen einen klareren Überblick über das vielfältige Angebot zu ermöglichen. Viele Vorträge wurden nun in die Kategorie „European Excellence in Education“ (E³) integriert, um das Kongressprogramm übersichtlicher zu gestalten, so ESR Präsident Prof. Lorenzo Bonomo aus Rom. „Die Neustrukturierung in Anlehnung an das Europäische Trainings Curriculum für Radiologie ist ein wichtiger Schritt, um sich einerseits leichter im Programm zurechtfinden zu können und um andererseits Synergien mit den übrigen Ausbildungsprogrammen der ESR zu erleichtern“.

Das E³ Programm deckt die gesamte Bandbreite des Ausbildungsspektrums vom Studium bis hin zur subspezialisierten Weiterbildung ab. Neben beliebten Fixpunkten wie den Rising Stars und den Beauty of Basic Knowledge Vorträgen, wird es mit den European Diploma Prep Sessions, den ECR Academies und den ECR Master Classes auch drei neue Formate geben. Diese fünf Kategorien stellen die einzelnen Abschnitte der radiologischen Ausbildung dar und spiegeln auch die Schritte einer professionellen medizinischen Karriere wieder.

Aber nicht nur die TeilnehmerInnen, sondern auch die Vortragenden sollen von dieser neuen, klaren Struktur profitieren, so ECR Kongresspräsident Prof. Bernd Hamm aus Berlin.

„Wir erwarten uns, dass es durch diesen Schritt für die TeilnehmerInnen einfacher wird, sich die Programmpunkte zusammenzusuchen, von denen sie am meisten profitieren können. Genauso werden auch die Vortragenden ihre Vorträge noch besser auf ihr Publikum zuschneiden können, da sie bereits im Vorfeld wissen, wie sich dieses zusammensetzen wird. Ich bin schon gespannt zu sehen, wie die neue Struktur des Programmes bei den TeilnehmerInnen ankommt und ob dies eine gute Basis für zukünftige Weiterentwicklungen darstellt“, so Prof. Hamm.

Um den Kongress noch mehr TeilnehmerInnen zugänglich zu machen, werden so gut wie alle Vorträge wieder in Echtzeit über die Plattform ECR Live im Internet gestreamt und sind auch nach dem Kongress weiterhin abrufbar. Die Möglichkeit, zeitgleich stattfindende Vorträge im Nachhinein ansehen zu können, ist sicherlich einer der Hauptgründe für den steigenden Erfolg dieses Services seit seiner Einführung vor 2 Jahren.

„Die Möglichkeit sich Vorträge zeitversetzt ansehen zu können, ist die Lösung eines Problems, welches auf allen Kongressen besteht. Der ECR bietet so viele unterschiedliche Vorträge, Kurse und Workshops, dass es bisher nicht möglich war, sich einen perfekten Zeitplan zu erstellen, ohne auf gewisse Programmpunkte verzichten zu müssen. Früher hätte man einfach Pech gehabt, heute haben wir hierfür eine simple und komfortable Lösung parat“, so Prof. Bonomo.

Neben allen Neuerungen wird es am ECR 2015 aber auch traditionelle Elemente wie das populäre ESR Meets Programm geben, dessen Gäste dieses Mal Deutschland, die Republik Korea, die Türkei, so wie die Partnerdisziplin der European Association of Urologists, mit einer Session zu Prostatakrebs, sein werden. Die European Federation of Radiographer Societies (EFRS) wird im Zuge des ESR Meets Programms eine Session unter dem Titel „EFRS meets Germany“ abhalten, um die essentielle Rolle der medizinisch-technischen RöntgenassistentInnen zu betonen.

Der ECR ist die Jahrestagung der Europäischen Gesellschaft für Radiologie (European Society of Radiology/ESR), welche weltweit über 60.000 Radiologen vertritt. Mit mehr als 20.000 Teilnehmern aus der ganzen Welt ist der ECR einer der größten medizinischen Kongresse weltweit; zusätzlich bietet er eine der größten Industrieausstellung in Europa, bei der auf über 26.000 m² mehr als 300 internationale Firmen die neuesten Produkte der Medizintechnik anbieten.


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